BHD-Pflege-Team GmbH
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Aktuelles Wissenswerte Informationen zur häuslichen Pflege

Pflegeleistungen

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wurde zum 1. Januar 2017 ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt, der kognitive, psychische und körperliche Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt. Maßgeblich für das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit ist, wie stark ein Mensch in seiner Selbstständigkeit oder seinen Fähigkeiten beeinträchtigt ist und ob er deshalb Hilfe anderer bedarf. Je nach Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit werden Pflegebedürftige einem von fünf Pflegegraden zugeordnet.

Pflegeleistungen

Die folgende Leistungsübersicht zeigt Leistungsbeiträge ab dem 1. Januar 2017. Die Tabelle bietet eine erste Orientierung. Im Bedarfsfall sollten sich Versicherte individuell durch ihre Pflegekassen beraten lassen.

Pflegeleistungen nach Pflegegraden (PG) ab 2017 in Euro pro Monat

Leistung

PG 1

PG 2

PG 3

PG 4

PG 5

Häusliche Pflege
Pflegesachleistungen

Anspruch nur über Entlastungsbetrag

689

1.298

1.612

1.995

Häusliche Pflege
Pflegegeld

-

316

545

728

901

Pflegevertretung durch nahe Angehörige
Aufwendungen bis 6 Wochen im Kalenderjahr

-

474

817,50

1.092

1.351,50

Pflegevertretung erwerbsmäßig
Aufwendungen bis 6 Wochen im Kalenderjahr

-

1.612

1.612

1.612

1.612

Kurzzeitpflege
Aufwendungen bis 8 Wochen im Kalenderjahr

Anspruch nur über Entlastungsbetrag

1.612

1.612

1.612

1.612

Teilstationäre Tages- und Nachtpflege

Anspruch nur über Entlastungsbetrag

689

1.298

1.612

1.995

Entlastungsbetrag

125

125

125

125

125

Zusätzliche Leistungen
für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen

214

214

214

214

214

Anschubfinanzierung
zur Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen

2.500

2.500

2.500

2.500

2.500

Vollstationäre Pflege

125

770

1.262

1.775

2.005

Pflege in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen

-

266

266

266

266

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

40

40

40

40

40

Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes
Aufwendungen in Höhe von bis zu

4.000

4.000

4.000

4.000

4.000

Umwandlungsanspruch
Übertragung des ambulanten Sachleistungsbetrages (40 von Hundert) auf Leistungen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag

-

275,60

519,20

644,80

798

 


Betrag für Pflegehilfsmittel

Pflegebedürftige haben einen Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, beispielsweise Handschuhe oder Bettunterlagen. Hierfür gewähren die Pflegekassen ab 2015 monatlich
40 Euro auf Antrag.


Wohngruppenzuschlag & Wohnraumanpassung

Leben mindestens drei und höchstens zwölf Pflegebedürftige, auch der Stufe 0 mit Einstufung nach § 45a SGB XI („Demenz“), in einer Wohngruppe, erhalten diese einen pauschalen Wohngruppenzuschlag in Höhe von monatlich 214 Euro auf Antrag von ihrer Pflegekasse.

Die Wohngruppe hat darauf hinzuweisen, dass sie keine Vollversorgung anbietet und die Pflegebedürftigen die eigenen Ressourcen oder die des Umfeldes einbringen können.

Von den 214 Euro pro Bewohner ist gemeinsam eine Präsenzkraft mit organisatorischen, hauswirtschaftlichen oder betreuenden Leistungen in der Regel durch einen Pflegedienst zu beauftragen.

Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, wie beispielsweise ein bodenebene Dusche oder Türverbreiterung, können Umbaukosten pro Maßnahme bis zu 4.000 Euro bei der Pflegekasse beantragt werden. Leben oder profitieren mehrere Pflegebedürftige von einer Umbaumaßnahme, können bis zu 16.000 Euro je Maßnahme von der Pflegekasse gezahlt werden.

Zur Förderung der Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen werden wohnumfeldverbessernde Maßnahmen für den altersgerechten und barrierearmen Umbau zur Verfügung gestellt. Pro Maßnahme und pflegebedürftigem Bewohner können wie bisher 2.500 €, insgesamt höchstens 10.000 € wenn mehrere Pflegebedürftige von der Maßnahme profitieren, bei der Pflegekasse beantragt werden. 

Neu ist, das mit dem Umbau bereits vor der Beantragung und Genehmigung durch die Pflegekassen begonnen werden kann.

Gesammelte Informationen zum Pflegestärkungsgesetz können auch heruntergeladen werden.


Was tun im Betreuungsfall? - Möglichkeiten zur Vorsorge

Natürlich ist der Gedanke daran, was passiert, wenn man sich nicht mehr um sich selbst kümmern kann, nicht sehr angenhem. Und natürlich wünschen wir uns alle möglichst lange nicht in diese Lage zu geraten. Aber gerade als Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen sehen wir in unserer täglichen Arbeit wie unvermittelt Sie und und Ihre Angehörigen in die Lage geraten können und sich diesem Thema stellen müssen. Aus diesem Grunde wollen wir Ihnen hier einige Informationen zur Vorsorgevollmacht und zum Betreuungsrecht anbieten, die es Ihnen ermöglichen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Hier erfahren Sie mehr rund um Ihre persönliche Vorsorge.

Informationen zur Vorsorge und Betreuung

Organspende - Informationen zur Entscheidungshilfe

Die Bereitschaft zu einer Spende, insbesondere zur Organspende, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Gerade auch angesichts der vielen Aspekte, der besonderen Umstände einer solchen Spende und aktuellen politischen Diskussionen zu dem Thema, wollen wir Ihnen hier einige Informationen anbieten, die Ihnen vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen. 

Bei der Organspende werden "Lebendorganspende" und "Organspende" (postmortal) unterschieden. Zur Lebendorganspende gehören Gewebe- (teilweise), Stammzellen- und Blutspenden.

Nähere Informationen zur Organspende und zum Organspendeausweis finden Sie hier.

Organspendeausweis